Partner - Dialogforum Demenz

Demenz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe diskutieren

Demenz betrifft immer mehr Menschen in Deutschland und stellt damit die ganze Gesellschaft vor große Herausforderungen. Mit dem Dialogforum Demenz wollen wir den offenen und interaktiven Austausch über Fachgrenzen hinweg fördern: Gesundheits- und Pflegethemen sind ebenso zentral wie Fragen nach einem demenzsensiblen Wohnumfeld oder der Unterstützung pflegender Angehöriger – ob berufstätig oder im Rentenalter. Mit seinem gesamtgesellschaftlichen Ansatz will das Dialogforum zur Vernetzung aller Akteure im Bereich Demenz beitragen, damit das Thema nicht wie bisher allein unter der Überschrift „Pflege“ diskutiert wird.

Die Partner des Dialogforums Demenz

Das Dialogforum Demenz wird von Partnern aus unterschiedlichen Gesundheits- und Gesellschaftsbereichen getragen, die in dieser Form selten zusammenarbeiten. Dazu zählen Experten aus der medizinischen Versorgung, der Forschung, der Lebensraumgestaltung und der Angehörigenarbeit. Die Partner sind die Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V. (AAI), der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), die DAK Gesundheit, das forschende Pharmaunternehmen Lilly Deutschland und das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig. Gemeinsam diskutieren wir, wie demenziell Erkrankte und ihre Angehörigen praktische Unterstützung und breite Akzeptanz in der Gesellschaft erfahren können. Mehr über unsere Zielsetzung und Themenschwerpunkte erfahren Sie hier.

DR. SABINE KÖHLER, VORSITZENDE DES BERUFSVERBANDS DEUTSCHER NERVENÄRZTE (BVDN)

Dr. Sabine Koehler

„Bei der Versorgung von Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder schon diagnostizierten Demenzerkrankungen nehmen Nervenärzte, Neurologen und Psychiater im Schulterschluss mit den Hausärzten eine zentrale Rolle ein. Als BVDN setzen wir uns dafür ein, dass die Betroffenen – Erkrankte sowie deren Angehörige und Vertraute – neben einer differenzierten Diagnostik eine bedarfsgerechte Begleitung in allen Lebens- und Krankheitsphasen erhalten. Diese medizinische sowie sozialpsychiatrische und nervenärztliche Begleitung nimmt in Zeiten der Optimierung von Prozessen auch in der Versorgung von Kranken an Bedeutung zu. Sowohl im gewohnten häuslichen Umfeld als auch in betreuten Wohngemeinschaften, Tagesbetreuungseinrichtungen und Pflegeheimen versorgen wir Menschen mit Demenzerkrankungen und stehen zur Beratung der Angehörigen und des Pflegepersonals bereit. Diese Form der ambulanten fachärztlichen Versorgung entwickeln wir stetig weiter und prägen so das Berufsbild künftiger Neurologen und Psychiater. Zu diesen Themen möchten wir einen Beitrag in der gesellschaftlichen und politischen Debatte leisten und engagieren uns deshalb im Dialogforum Demenz.“ Zur Website des BVDN

ROSEMARIE DRENHAUS-WAGNER, VORSITZENDE DER ALZHEIMER ANGEHÖRIGEN-INITIATIVE E.V.

Rosemarie Drenhaus-Wagner

„Die Diagnose Demenz ist für Erkrankte und ihre Angehörigen zumeist ein Schock. Viele ziehen sich zurück und versuchen ihre Probleme allein zu lösen – nicht zuletzt aufgrund einer weit verbreiteten Erwartungshaltung in unserer Gesellschaft. Dabei braucht es gerade in dieser Zeit dringend kompetente Unterstützung. Zugehende Beratungsangebote könnten die Hemmschwelle, Hilfe zu suchen und auch anzunehmen, deutlich senken. Damit würden mehr demenziell Erkrankte und deren pflegende bzw. betreuende Angehörige erreicht und dauerhaft unterstützt. Unser Eintreten für die zugehende Beratung ist nur ein Beispiel, wie wir durch unsere Mitwirkung im Dialogforum Demenz den Interessen der Erkrankten und ihrer Angehörigen eine Stimme geben wollen.“ Zur Website der Alzheimer Angehörigen-Initiative

DR. GERD KRÄH, Senior DIRECTOR GOVERNMENT AFFAIRS DER LILLY DEUTSCHLAND GMBH

Dr. Gerd Kräh

„Demenz ist die gesundheits- und gesellschaftspolitische Herausforderung unserer Zeit, die Folgen der Erkrankung betreffen uns in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Demenz umfasst dabei nicht nur das Thema Pflege, sondern auch die ärztliche Versorgung, die Unterstützung pflegender Angehöriger und die Erforschung neuer Diagnose- und Therapieverfahren. Auch wenn die Politik zurzeit Lösungen für die akuten Engpässe in der Pflege sucht, müssen längerfristig auch deren Ursachen angegangen werden. Das Dialogforum Demenz bündelt unterschiedliche Perspektiven und ermöglicht einen offenen und interdisziplinären Austausch. Lilly möchte seinen Beitrag dazu leisten, die Versorgungslage demenziell Erkrankter zu verbessern. Seit über 25 Jahren forschen wir bereits im Bereich Alzheimer und lassen uns nicht von unseren Zielen abbringen, eine wirksame Therapie zu entwickeln, Hilfestellungen für Patienten und Angehörige anzubieten und das Fortschreiten der Erkrankung deutlich zu verlangsamen.“ Zur Website von Lilly Deutschland

PROF. DR. DR. MATTHIAS SCHROETER, LEITER DER GRUPPE KOGNITIVE NEUROPSYCHIATRIE AN DER KLINIK FÜR KOGNITIVE NEUROLOGIE AM UNIVERSITÄTSKLINIKUM LEIPZIG

Prof. Dr. Dr. Matthias Schroeter

„Neuere Konzepte zum Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen sehen deren Entwicklung in einem Kontinuum vom Gesunden hin zu einer leichten Beeinträchtigung im Alltag und später zur Demenz, die mit wesentlichen Einschränkungen im Alltag einhergeht. Die Veränderungen im Gehirn setzen dabei schon viel früher als die Beeinträchtigungen im Alltag ein. Hier können bildgebende Verfahren und Biomarker aus Nervenwasser und Blut zur frühzeitigen Diagnose eingesetzt werden. Im Dialogforum Demenz möchten wir anregen, die Chancen dieser neuen Diagnoseverfahren für frühzeitige Behandlungen zu nutzen.“ Zur Website des Universitätsklinikums Leipzig

PROF. DR. ARNO VILLRINGER, DIREKTOR DER ABTEILUNG NEUROLOGIE AM MAX-PLANCK-INSTITUT FÜR KOGNITIONS- UND NEUROWISSENSCHAFTEN LEIPZIG

Prof Dr. Arno Villringer

„Die Weiterentwicklung von Diagnosemethoden wie z.B. bildgebenden Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von Demenz kann einen entscheidenden Beitrag zum Fortschritt in der Demenzforschung leisten. Mit unserem Engagement im Dialogforum Demenz möchten wir Rahmenbedingungen anregen, um mit verbesserten Diagnoseverfahren Behandlungsmöglichkeiten näherzukommen. Dafür müssen wir die Krankheit genauer verstehen und noch präzisere Differenzialdiagnosen ermöglichen. Hand in Hand mit einer intensiven Versorgungsforschung können wir so eine wichtige Ausgangslage schaffen, um demenziell Erkrankte und ihre Angehörigen auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse bei der Bewältigung ihrer enormen Herausforderungen zu unterstützen.“ Zur Website des Max-Planck-Instituts

EVA WALZIK, LEITERIN DES BERLINER BÜROS DER DAK GESUNDHEIT

Eva Wazik

„Die Aufklärungskampagne ‚Demenz in Deutschland‘ der DAK-Gesundheit hat u. a. gezeigt, dass bei den über 60-Jährigen die Sorge vor Demenz bereits größer als vor einer Krebserkrankung ist. In der Praxis sehen wir, dass es insbesondere an einer reibungslosen Zusammenarbeit der Professionen - vor allem zwischen Haus- und Fachärzten sowie zwischen ambulanter und stationärer Pflege - mangelt. Es ist eine große Herausforderung für Politik und Gesellschaft, auf die bestehenden Versorgungsmängel zu reagieren und die Bedingungen für Demenzkranke und ihre Angehörigen zu verbessern. Im Dialogforum Demenz möchten wir hierzu neue Ideen diskutieren und Lösungen auf den Weg bringen.“ Zur Website der DAK Gesundheit